"Walter Dexel"
1890 am 7. Februar in München geboren

1910-1914 Studium der Kunstgeschichte bei Heinrich Wölfflin und Fritz Burger, München. Besuch der Mal- und Zeichenschule von Prof. Hermann Gröber 1912/13

1912-1913 Reisen nach Italien. Dexels erste Bilder entstehen unter dem Einfluss italienischer Landschaft und Architektur, sowie Cezanne und des Kubismus

1914 Studienaufenthalt in Paris. Erste Einzelausstellung Galerie Dietzel, München. Heirat mit Grete Brauckmann

1915 Übersiedlung nach Jena. Promotion 1916 bei Prof. Botho Graef an der Universität, Jena

Walter Dexel

Weiden und Palmen (1917)


1916-1928 Dexel lebt und arbeitet in Jena als freischaffender Maler und Gebrauchsgrafiker. Ehrenamtlicher Ausstellungsleiter des Kunstvereins Jena, den er zu einem der bedeutendsten Ausstellungsinstitute für neue Kunst in den 20er Jahren machte. Im Ausstellungsprogramm zeigte Dexel zunächst Künstler des Blauen Reiter und des Sturms, später wendet sich sein Programm den Vertretern der Neuen Gestaltung zu "Neue Deutsche Baukunst, Neue Reklame, Neue Wege der Photoraphie" und der Neuen Sachlichkeit

1917-1918 deutlich Expressionistische Züge in Dexels Bilder, die sich von der Wirklichkeit lösen und absolute Formen anstreben

Walter Dexel

Entwurf zu Komposition S-Form (1930)

Walter Dexel

Komposition (um 1930)

1918-1925 Kontakte zu Herwarth Walden und dem Kreis der Sturmkünstler. Dexel stellt gemeinsam mit Campendonk und Wauer (1918), Schlemmer und Baumeister (1920) und mit Margarita Scheinessen (1924) in der Sturm-Galerie aus.

1919-1925 von Jena aus enger Kontakt zu den Bauhausmeistern Gropius, Klee und Kandinsky in Weimar

1921-1922 Figurativer Konstruktivismus: Lokomotiven, Maschinen, Schiffe, Flugzeuge und Fördertürme werden als geometrische Formengefüge dargestellt, Motiv und Hintergrund sind gleichberechtigt behandelt und in einer Fläche verspannt

1922 endgültiger Übergang zur absoluten Bildkonstruktion ohne Wirklichkeitsbezüge

1923 Dexel Veranstaltet in Jena eine Konstruktivisten-Ausstellung mit Willi Baumeister, Erich Buchholz, Max Burchartz, Walter Dexel, Oskar Fischer, Lazlo Peri, Karl Peter Röhl und Arthur Segal

Walter Dexel

Komposition (1924)

Der Sohn Bernhard Dexel

Bernhard Dexel

Ausstellungsansicht

Bernhard Dexel ist am 18.04.1919 in Jena geboren. 1937-45 unfreiwilliger Kriegsdienst. Nach dem Architekturstudium 1945-1949 lebt er als Architekt in Hamburg und beginnt 1972 seine künstlerische Tätigkeit.

Bernhard Dexel

Quadrate Positiv - Negativ (1974)

Bernhard Dexel

Nach Oben (1978)

Walter Dexel: Die Zeichnungen

Walter Dexel

Lokomotive (ca.1920)

Walter Dexel

Lokomotive (1922)

Walter Dexel

Studienblatt zu Lokomotive (1920/21)

Walter Dexel

Studienblatt (1920/21)

Walter Dexel

Studienblatt zu Hochöfen (1919)

Walter Dexel

Ohne Titel (1919)

Walter Dexel

Ohne Titel (1919)

Walter Dexel

Komposition (1922)

1923-1927 Mitglied der Novembergruppe

1928 Dexel schliesst sich dem von Kurt Schwitters gegründeten

Ring 'Neue Werbegestalter' an

1928-1929 Bühnenbilder zu Brecht

1930-1933 Entstehen der Gouachen und Collagen der Köpfe-Serie

1933 Dexel gibt die freie Malerei ganz auf

1935 Dexel wird als entarteter Künstler diffamiert

Walter Dexel

Der Jesuit (1933)

Walter Dexel

Herr mit Strohhut (1931)

Walter Dexel

Der Staatsmann (1933)

Walter Dexel

Der Schieber (1930)

Walter Dexel

Blick in die Ausstellung

1936-1942 Professur für das neugeschaffene Fach Theoretische Kunst- und Formunterricht an der Staatlichen Hochschule für Kunsterziehung in Berlin-Schöneberg

1942-1955 Aufbau der Formsammlung der Stadt Braunschweig- Institut für handwerkliche und industrielle Formgebung

1961 Wiederaufnahme der Malerei

1973 Dexel stirbt am 8. Juni in Braunschweig