1910-1914 Studium der Kunstgeschichte bei Heinrich Wölfflin und Fritz Burger, München. Besuch der Mal- und Zeichenschule von Prof. Hermann Gröber 1912/13
1912-1913 Reisen nach Italien. Dexels erste Bilder entstehen unter dem Einfluss italienischer Landschaft und Architektur, sowie Cezanne und des Kubismus
1914 Studienaufenthalt in Paris. Erste Einzelausstellung Galerie Dietzel, München. Heirat mit Grete Brauckmann
1915 Übersiedlung nach Jena. Promotion 1916 bei Prof. Botho Graef an der Universität, Jena

Weiden und Palmen (1917)
1916-1928
Dexel lebt und arbeitet in Jena als freischaffender Maler und Gebrauchsgrafiker.
Ehrenamtlicher Ausstellungsleiter des Kunstvereins Jena, den er zu einem der bedeutendsten
Ausstellungsinstitute für neue Kunst in den 20er Jahren machte. Im Ausstellungsprogramm zeigte
Dexel zunächst Künstler des Blauen Reiter und des Sturms, später wendet sich sein
Programm den Vertretern der Neuen Gestaltung zu "Neue Deutsche Baukunst, Neue Reklame,
Neue Wege der Photoraphie" und der Neuen Sachlichkeit
1917-1918 deutlich Expressionistische Züge in Dexels Bilder, die sich von der Wirklichkeit lösen und absolute Formen anstreben

Entwurf zu Komposition S-Form (1930)

Komposition (um 1930)
1918-1925 Kontakte zu Herwarth Walden und dem Kreis der Sturmkünstler. Dexel stellt gemeinsam mit Campendonk und Wauer (1918), Schlemmer und Baumeister (1920) und mit Margarita Scheinessen (1924) in der Sturm-Galerie aus.
1919-1925 von Jena aus enger Kontakt zu den Bauhausmeistern Gropius, Klee und Kandinsky in Weimar
1921-1922 Figurativer Konstruktivismus: Lokomotiven, Maschinen, Schiffe, Flugzeuge und Fördertürme werden als geometrische Formengefüge dargestellt, Motiv und Hintergrund sind gleichberechtigt behandelt und in einer Fläche verspannt
1922 endgültiger Übergang zur absoluten Bildkonstruktion ohne Wirklichkeitsbezüge
1923 Dexel Veranstaltet in Jena eine Konstruktivisten-Ausstellung mit Willi Baumeister, Erich Buchholz, Max Burchartz, Walter Dexel, Oskar Fischer, Lazlo Peri, Karl Peter Röhl und Arthur Segal

Komposition (1924)
Der Sohn Bernhard Dexel

Ausstellungsansicht
Bernhard Dexel ist am 18.04.1919 in Jena geboren. 1937-45 unfreiwilliger Kriegsdienst. Nach dem Architekturstudium 1945-1949 lebt er als Architekt in Hamburg und beginnt 1972 seine künstlerische Tätigkeit.

Quadrate Positiv - Negativ (1974)

Nach Oben (1978)
Walter Dexel: Die Zeichnungen

Lokomotive (ca.1920)

Lokomotive (1922)

Studienblatt zu Lokomotive (1920/21)

Studienblatt (1920/21)

Studienblatt zu Hochöfen (1919)

Ohne Titel (1919)

Ohne Titel (1919)

Komposition (1922)
1923-1927 Mitglied der Novembergruppe
1928 Dexel schliesst sich dem von Kurt Schwitters gegründeten
Ring 'Neue Werbegestalter' an
1928-1929 Bühnenbilder zu Brecht
1930-1933 Entstehen der Gouachen und Collagen der Köpfe-Serie
1933 Dexel gibt die freie Malerei ganz auf
1935 Dexel wird als entarteter Künstler diffamiert

Der Jesuit (1933)

Herr mit Strohhut (1931)

Der Staatsmann (1933)
